Resonanzen und Rhythmen
Resonanzen und Rhythmen
Die Installation erzählt die Geschichte der Moore als Geschichte des Klimawandels. Über Jahrtausende speicherten sie große Mengen Kohlenstoff, bevor sie für Landwirtschaft und Siedlung entwässert wurden. Heute steht ihre Wiedervernässung für einen notwendigen Paradigmenwechsel. „Resonanzen und Rhythmen“ lädt dazu ein, diesen Ökosystemen neu zu begegnen – indem wir ihnen zuhören.
Max Schmelcher formt aus Torf Skulpturen und Bilder, deren Gestalt sich im Trocknungsprozess eigendynamisch verändert. Kurt Holzkämper übersetzt Klänge aus dem Allgäuer Waasemoos sowie Daten zu CO₂ und Pflanzenaktivität in Kompositionen und sichtbare Partituren.
So entsteht ein Dialog aus Material, Klang und Wissenschaft, der die verborgenen Prozesse des Moores sinnlich erfahrbar macht.
MAX SCHMELCHER - Objekte und Skulpturen
KURT HOLZKÄMPER - Sonifikation und Komposition
Swamp Rhapsody
Expo 2025 Osaka, Japan / Park des deutschen Pavillions
Für den Deutschen Pavillon der Expo 2025 in Osaka entwickelte MONAS die vierteilige Soundinstallation „Swamp Rhapsody“. An vier Klangstationen führt sie die Besucher*innen akustisch tief ins Moor und macht die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Klima und diesem sensiblen Lebensraum erfahrbar.
Mikrofonaufnahmen aus verschiedenen Tiefen des Moorkörpers werden dabei mit erhobenen Biodaten zu einer mehrdimensionalen Komposition verbunden. Die grafische Gesamtpartitur ist von Karlheinz Stockhausens Kugelauditorium für die Expo 1970 in Osaka inspiriert.
13.04.2025 - 13.10.2025
German Expo Pavilion / Hotaka Matsumara
MoorReaktor Mozartfest
alles tanzt / MoorReaktor
Live beim Mozartfest Würzburg 2026 im VCC – the curve
Die interaktive Installation verbindet Klang, Bild und Wissenschaft zu einer generativen Komposition zwischen Mensch und Moor. Sensoren erfassen CO₂-Gehalt, Temperatur und elektrische Impulse von Torfmoosen. Auch die Anwesenheit und Atmung des Publikums fließen in das Werk ein.
Die erhobenen Daten steuern pulsartige Klänge sowie visuelle Fragmente aus Sedimentprofilen und Aufnahmen des Diepholzer Moores. So entsteht eine fortlaufende Partitur, in der natürliche Prozesse, Raum und Publikum gemeinsam komponieren.
Idee und Konzept: Kurt Holzkämper und Vincent Wikström
Wissenschaft: Prof. Dr. Hubert Wiggering
Pleinair
PLEINAIR MoorMusik – Kunst schafft Wissen
Das interdisziplinäre Pleinair bringt Künstler, Wissenschaftler, Studierende und Menschen aus der Region im Oderbruch zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue künstlerische Formen, um die Bedeutung von Mooren und ihrer Wiedervernässung für den Klimaschutz sinnlich erfahrbar zu machen.
Klang und auditive Experimente bilden dabei eine Brücke zwischen wissenschaftlichem Wissen, persönlicher Erfahrung und gesellschaftlichem Austausch.
02.-07. März 2026, Oderbruch/Brandenburg
in Kooperation mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und finanziert von der Andrea von Braun Stiftung
Resonant Soils
MONAS verbindet in „Resonant Soils“ Klangkunst und Bodenwissenschaft. Wissenschaftliche Daten wie Feuchtigkeit, Temperatur und biologische Aktivität werden mithilfe eigens entwickelter Sensoren in Klänge und visuelle Notationen übersetzt.
So werden die verborgenen Prozesse im Boden sinnlich erfahrbar. Die interdisziplinäre Werkstatt bringt Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Öffentlichkeit zusammen, um neue Formen der Wissensvermittlung und Ko-Kreation zu entwickeln.
Ein:Fluss:Raum:Moor
Ein:Fluss:Raum:Moor
Die begehbare Klanginstallation verbindet Aufnahmen aus zwei Greifswalder Moorlandschaften mit Mikroskopbildern von Torfmoosen, wissenschaftlichen Messdaten und skulpturalen Elementen. Bodenmikrofone machen die jeweils eigenen Klangwelten des Kieshofer Moors und der Karrendorfer Wiesen hörbar. Daten zu Kohlendioxid, Methan, Temperatur und Pflanzenaktivität beeinflussen Klang, Tempo und Bild der Installation.
Im Zentrum des Raumes erfassen Sensoren in Echtzeit die Bedingungen der Moorvegetation. Auch die Anwesenheit des Publikums wird Teil des Geschehens und verändert die fortlaufende Komposition. So entsteht ein lebendiger Organismus aus Klang, Video und Skulptur, in dem Mensch, Moor und Raum miteinander in Beziehung treten.
Inspiriert von Caspar David Friedrichs Moorlandschaften versteht die Arbeit das Moor als Übergangsraum zwischen Greifbarem und Ungreifbarem. Zugleich verweist sie auf den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel von der Entwässerung zur Wiedervernässung und eröffnet neue Perspektiven auf das Verhältnis von Umwelt und Mitwelt.
Spielhalle Kunst, Greifswald
30/10-7/12/2024
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Interventionen
MoorReaktor – Interventionen
Im trockengelegten Wasserspeicher Stuttgart wird das Moor zum performativen Klangkörper. Aufnahmen aus verschiedenen deutschen Mooren verbinden sich mit live erfassten Daten des Aufführungsraums. CO₂-Gehalt, Temperatur, Moorvegetation und die Anwesenheit des Publikums beeinflussen die Klänge in Echtzeit und werden Teil einer gemeinsamen Komposition.
In dieser sich langsam verändernden Klanglandschaft treten elektronische Klänge, archaisches Schlagwerk, Bewegung und Körper miteinander in Dialog. Kurt Holzkämper steuert den MoorReaktor, Leonie Klein erweitert ihn mit Trommeln und Metallinstrumenten, während Fabienne Deesker und Saskia Hamala mit organischen, atmenden Bewegungen auf den Raum und seine Klänge reagieren.
2024 MoorReaktor Performance im Wasserspeicher Stuttgart / FTTS
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Moore Hören -
Moore Sehen
Moore hören – Moore sehen
Das immersive Licht- und Klangkunstwerk macht verborgene Prozesse im Moor sinnlich erfahrbar. Mikroskopaufnahmen von Torfmoosen und Klangaufnahmen aus mehreren Metern Tiefe werden zu einer raumgreifenden audiovisuellen Komposition verbunden.
Live gemessene Daten wie CO₂-Gehalt und Temperatur verändern Klang und Bild während der Aufführung. Auch die Anwesenheit des Publikums greift damit unmittelbar in das Geschehen ein.
Eine 360-Grad-Projektion und ein quadrofonischer Klangaufbau lassen die Besucher:innen in die sonst unsichtbaren und unhörbaren Vorgänge des Moores eintauchen.
Kurt Holzkämper – Klangkunst und Live-Datensonifikation
Laurenz Theinert – Lichtkunst
Prof. Dr. Hubert Wiggering – Umweltwissenschaft
Ursprung und Lauf
Zusammen mit dem Komponisten Jens Joneleit, dem Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Hubert Wiggering, der Violinistin Kathryn Döhner und dem Fotografen Mirko Joerg Kellner erschafft Kurt Holzkämper ein interdisziplinäres Ensemblewerk. Das Kunstobjekt aus komponierter Live-Musik, Moorklängen, Fotografie und wissenschaftlicher Expertise steht in direktem Austausch mit den RezipientInnen. Dabei gilt es, lokale klimarelevante Bezüge und geologische Gegebenheiten ins künstlerische Ergebnis zu integrieren und direkt im ländlichen Raum zu präsentieren.
09/2023 Forte Belvedere, Leisnig / Fonds für Darstellende Kunst
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Moor Reaktor
MoorReaktor
Im Zentrum der installativen Klangperformance stehen mit Erde, Wasser und Pflanzen gefüllte Moor-Terrarien. Sie bilden lebendige Reaktoren, aus denen Kurt Holzkämper und Phillip Staffa in Echtzeit Klänge und Daten gewinnen, bearbeiten und auf verschiedenen Ebenen in den Raum übersetzen.
Das Publikum bewegt sich frei zwischen Klang, Projektionen und Hörstationen und entscheidet selbst, welchen Prozessen es folgt. Im Verlauf der Ausstellung werden die Terrarien langsam entwässert – als Sinnbild für die historische Trockenlegung der Moore und ihre weitreichenden Folgen für Klima und Ökosysteme.
So wird das Moor als selbstregulierender Übergangsraum zwischen Erde, Wasser und Luft erfahrbar.
04/2023 Galerie Urholz, Eppingen
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Moore Hören
Moore hören
„Moore hören“ verbindet Wissenschaft, Klang- und Lichtkunst zu einem immersiven Projekt über die Wiedervernässung von Moorlandschaften. Mikrofone im Moorkörper, Mikroskopaufnahmen der Vegetation und Sensordaten zu CO₂, Methan und weiteren Umweltfaktoren bilden das Material für Klang und Bild.
Die gemessenen Prozesse beeinflussen die Installation unmittelbar: Das Moor wird selbst zum Akteur und formt sein eigenes Kunstwerk. So werden seine verborgenen Dynamiken sinnlich erfahrbar und seine Bedeutung für Klimaschutz und Biodiversität sichtbar.
2023 Prora, Rügen
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ReConnection - Research
MONAS Sensoren / Entwicklung
Im Rahmen der Recherche entwickelte MONAS ein modulares Sensorsystem, das verborgene Prozesse in Pflanzen, Böden, Wasser und Atmosphäre erfasst und in Klang und Bild übersetzt. Gemessen werden unter anderem elektrische Impulse von Pflanzen, Treibhausgase, Temperatur, Licht, Bodenfeuchtigkeit und weitere Umweltdaten.
Die Messwerte werden mit Field Recordings aus der jeweiligen Umgebung verbunden und steuern eigens entwickelte Klanginstrumente, Raumklang und visuelle Elemente. So entstehen orts- und zeitabhängige Kompositionen, die von Pflanzen und Umweltbedingungen in Echtzeit mitgestaltet werden.
Die Entwicklung bildet die technische und künstlerische Grundlage für interdisziplinäre Arbeiten mit Klang, Licht und Performance.
2022
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